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Neues Bauvertragsrecht ab 2018

veröffentlicht am Dienstag, 5. Dezember 2017


Mehr Sicherheit für Bauherren

Recht auf Widerruf, detaillierte Baubeschreibung, fester Einzugstermin: Rund um den Abschluss des Bauvertrags erhalten private Bauherren mehr Sicherheiten – eine deutliche Verbesserung des Verbraucherschutzes. Für Verträge mit Bauträgern gelten Ausnahmen.

Spätestens am 1. Januar 2018 werden die neuen Richtlinien für alle Schlüsselfertigunternehmer verbindlich. Die Kunden haben dann beim Vertragsabschluss ein Widerrufsrecht. Das heißt, notfalls können die Bauherren in spe innerhalb von 14 Tagen vom Vertrag zurücktreten – falls sie im Nachhinein feststellen, dass sie die Entscheidung „Wir kaufen jetzt ein neues Heim“ doch übereilt getroffen haben.

Sicherer Einzugstermin
In Zukunft muss das Bauunternehmen verbindlich den Fertigstellungstermin nennen, und damit den Tag, an dem sie den Schlüssel für das neue Zuhause übergeben. Bauherren können so besser planen und zum Beispiel die alte Wohnung rechtzeitig kündigen oder das Umzugsunternehmen schon Monate im Voraus buchen – und damit zu günstigeren Konditionen.

Exakte Baubeschreibung vor Vertragsabschluss
Noch vor Vertragsschluss müssen Schlüsselfertigunternehmen den Käufern eine detaillierte Baubeschreibung aushändigen. Diese enthält alle wichtigen Daten und Regelungen rund um das Bauprojekt. So gewinnen die Kunden mehr Klarheit und können verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Das neue Gesetz verpflichtet den Anbieter, alle notwendigen Unterlagen zum Bauprojekt offenzulegen. Nur so können die Kunden prüfen, und notfalls auch belegen, ob ihre neue Immobilie den aktuellen Bauvorschriften entspricht.

Mehr Macht für Bauherren
Für Verbraucherschützer wie den Verband privater Bauherren (VPB) war es höchste Zeit, die Position der Kunden zu stärken und das bisherige Machtgefälle zwischen Baufirma und Bauherr zu verändern. Denn gerade jetzt erlebt die Branche einen wahren Bauboom: Allein 2016 wurden rund 310.000 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt, etwa die Hälfte davon an private Bauherren. Fast alle, etwa 90 Prozent, bauen ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung mit einem Schlüsselfertigunternehmer.

Auswirkungen auf den Bauträgervertrag
Im Prinzip gelten die neuen Regelungen auch für Verträge mit dem Bauträger und betreffen somit auch die Erwerber von Neubau-Eigentumswohnungen. Allerdings gibt es hier Ausnahmen: Zum Beispiel wird die vor Vertragsschluss ausgehändigte Baubeschreibung nicht zum Vertragsinhalt, sondern nur notariell beurkundet. Außerdem fällt das 14-tägige Widerrufsrecht weg.

Quelle: https://www.immobilienscout24.de/bauen/aktuelle-hausbau-themen/neues-bauvertragsrecht-2018.html



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