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Welche Weihnachtsdeko ist verboten?

veröffentlicht am Donnerstag, 8. Dezember 2016


Eine schlichte Lichterkette im Fenster, oder doch lieber ein riesiger Schlitten mit Rentieren auf dem Dach? Für die einen kann es gar nicht genug Deko geben, andere mögen es schlicht. Gibt es Grenzen? 

Weihnachten – da zünden wir gern in besinnlichen Stunden ein paar Kerzen an und schmücken Haus oder Wohnung. Doch so mancher ist genervt von Dauer-Lasershows im Nachbargarten oder grell 


Welche Deko für die Wohnung?
Eine gemietete Wohnung darf grundsätzlich weihnachtlich geschmückt werden. Lichterketten und andere Adventsdekorationen sind in den Wohnungen, wie auch an den Fenstern erlaubt. Ebenso dürfen Bewohner den Balkon schmücken. Dabei sollte allerdings auf die Nachbarn Rücksicht genommen werden. Auf ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Berlin weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin (Az.: 65 S 390/09).

Wie darf ich das Treppenhaus schmücken?
Eine Dekoration des gesamten Treppenhauses müssen die anderen Mieter nicht hinnehmen. Nicht dulden muss man es auch, wenn eine Mietpartei weihnachtliche Duftsprays im ganzen Haus versprüht, entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az.: 3 Wx 98/03). Wer leuchtende oder blinkende Dekorationen nach außen sichtbar aufhängt, sollte diese aus Rücksicht spätestens um 22 Uhr abschalten.

Darf mir mein Nachbar die Weihnachtsdeko verbieten? 
Der Nachbar kann grundsätzlich kein Verbot für das Anbringen von Weihnachtsdekoration verhängen. Eine Ausnahme besteht jedoch für den Fall, dass die Weihnachtsdekoration so hell leuchtet, dass sie ihn nachts am Schlafen hindert. Im Zweifel müssten die Lichter ab 22 Uhr ausgeschaltet werden, rät der Deutsche Mieterbund. Auch sollte die Dekoration so gesichert sein, dass sie bei starkem Wind nicht herunterfällt, urteilte das Berliner Landgericht.

Muss ich den Vermieter fragen?

Beim Anbringen von Deko an der Außenfassade muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Er darf aber nicht nach seinem persönlichen Geschmack urteilen – entscheidend sind die Gegebenheiten vor Ort. Wenn etwa die Nachbarwohnungen oder Häuser großzügig dekoriert sind oder der Schmuck im Hinterhof von außen gar nicht sichtbar ist, kann der Vermieter ein Verbot nicht mit einer „schlechteren Optik“ begründen.

 
Die Fassade darf nur geschmückt werden, wenn die Dekoration sicher installiert ist, die Fassade nicht beschädigt und Nachbarn nicht übermäßig gestört werden.

Niemand muss es hinnehmen, wenn die Weihnachtsbeleuchtung der Nachbarn das eigene Schlafzimmer hell erleuchtet.  

Quelle: http://www.fr-online.de/recht/-weihnachten-baum-brennt-gutschein-dekoration-umtausch-arbeiten,21157310,29182344.html



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